Pflegetipps für Lammfell & Wolle

Wählen Sie zwischen Lammfell und Wolle für die passenden Hinweise für Lüften, Reinigen, Waschen, Trocknen und Lagern.

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Was möchten Sie pflegen?

Hier finden Sie hilfreiche Hinweise und Tipps zur Pflege. 

Dichte, lockige Textur aus grauen und weißen Haaren oder Wolle mit starken Locken.
Lüften, bürsten, gezielt reinigen

Lammfell mag frische Luft, Nebel – und Schnee!

Fellen sind durch das Wollfett von Natur aus schmutzabweisend. Deshalb braucht ein Lammfell im Alltag nur regelmäßiges Ausschütteln, kühles Lüften im Nebel oder ausklopfen im Schnee.

Ein Fell waschen ist immer die letzte Option. Eine punktuelle Behandlung kleiner Flecken sind die schonendste Pflege.

Ausschütteln und lüften

Schütteln Sie das Fell regelmäßig draußen kräftig aus. Kühle, leicht feuchte Luft frischt die Wollfaser auf. Legen Sie das Fell dafür luftig und geschützt auf – nicht in pralle Sonne .

Bei häufig genutzten Fellen ist eine kurze Pflege mehrmals pro Woche sinnvoll. So werden loser Staub und Gerüche entfernt, bevor eine aufwendigere Reinigung nötig wird.

Kleine Flecken punktuell behandeln

Nehmen Sie grobe oder feuchte Rückstände zunächst mit einem saugfähigen Tuch ab, ohne sie tiefer in die Faser zu reiben. Bleibt ein Fleck sichtbar, tupfen Sie ihn sparsam mit handwarmem Wasser und etwas geeignetem, milden Reinigungsmittel ab. 

Lassen Sie die Stelle trocknen und bürsten Sie das Fell danach vorsichtig aus.

Felle bürsten

Entwirren Sie langes Haar behutsam mit einer geeigneten Fellbürste oder einem grobzinkigen Kamm. 

Wichtig: keinen „langen Zug“, lieber vorsichtig kleine Partien.

Bei zu kräftigem Bürsten, reißen Sie zu viel Unterwolle aus. 

Felle reinigen mit Schnee ist optimal, schonend und einfach

Die Reinigung im Schnee eignet sich nur bei sauberem Pulverschnee. Die Wollseite in de Schnee legen und das Fell ausklopfen. Den Schnee abschütteln – Fertig.

So wenig wie möglich

Waschen und Trocknen ohne Eile.

Waschen

Ein Fell waschen ist immer die letzte Möglichkeit! Es sollte nur  im Wollwaschgang bei höchstens 30 °C gewaschen werden. Die Trommel sollte genügend Platz bieten. Starkes Schleudern, Reiben und Wringen belasten Leder und Wolle.

Jeder Waschgang entfernt etwas vom natürlichen Wollfett.

Ohne Das die Selbstreinigung verlorengeht. Auch Glanz und Geschmeidigkeit leiden.

Langhaarige Felle und zart ausgekämmte Spitzen, können beim Waschen verfilzen.

 

Trocknen

Legen Sie das Fell flach, kühl und luftig aus. Direkte Sonne, Heizung, Föhn und Wäschetrockner verhärten das Leder oder lassen es schrumpfen. Die Trocknung im Kühlen sollte mehrere Tage dauern.

Rollen und bewegen Sie das Leder während des Trocknens immer wieder vorsichtig und ziehen Sie das Fell behutsam in Form. Es sollte innen wie außen vollständig trocken sein, bevor es wieder genutzt oder eingelagert wird.

Sonne verändert Naturhaar

Dauerhafte UV-Strahlung ändert die Struktur der Wolle und bleicht Farbe aus. Wählen Sie für längere Lagerung deshalb einen schattigen, trockenen Platz.

Atmungsaktiv lagern

Ein sauberes, vollständig trockenes Fell gehört in einen luftdurchlässigen Baumwollbezug. Eine geschlossene Plastiktüte ist für längere Lagerung ungeeignet. Kontrollieren und lüften Sie das Fell regelmäßig und beachten Sie einen geeigneten Mottenschutz.

Handstricken mit Merinowolle: vier Wollknäuel, Garnspule und Stricknadel auf einem Fell.
Wollpflege
Viel Lüften, wenig Waschen

Wolle bleibt mit sanfter Pflege lange schön.

Wollprodukte auf keinen Fall nach jedem Gebrauch waschen. Bei hochwertigen Wollprodukten ist Lüften das Wichtigste. Optimal ist über Nacht draussen damit Gerüche verfliegen.

Bei Wolle gilt: Die Pflegekennzeichnung des konkreten Produkts ist verbindlich. Zusammensetzung, Färbung, Verarbeitung und Ausrüstung können sich unterscheiden – und damit auch die erlaubte Reinigung.

Gerne beraten wir Sie gerne persönlich wenn sie unsicher sind.

Auslüften statt vorschnell waschen

Hängen oder legen Sie Decken, Kleidung und andere Wollprodukte für einige Stunden an einen luftigen, vor Sonne und Regen geschützten Ort. Kühle Luft und eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit frischen die Fasern auf. 

Schütteln Sie das Stück danach locker aus. Vermeiden Sie kräftiges Ausklopfen, wenn das Gewebe fein oder bereits stark beansprucht ist.

Flecken vorsichtig austupfen

Flüssigkeiten möglichst sofort mit einem sauberen, saugfähigen Tuch aufnehmen. Nicht reiben: Dadurch kann Schmutz tiefer eindringen und die Oberfläche verfilzen.

Den Fleck anschließend mit einem kalten, leicht feuchten Tuch von außen nach innen austupfen. Bei starker Verschmutzung einen kleinen Tropfen mildes Wollwaschmittel verwenden und sparsam mit klarem Wasser nachtupfen.

Waschen nur nach Kennzeichnung

Manche Wollprodukte dürfen im Wollwaschgang gewaschen werden, andere weder in der Maschine noch von Hand. 

 

Bei unbekannter Kennzeichnung oder starker Verschmutzung ist eine Fachreinigung die sicherere Wahl. Nasse Wolle nicht auswringen; das Stück vorsichtig in Form legen und langsam trocknen lassen.

Pilling ist materialtypisch

Kleine Wollknötchen entstehen, wenn sich kurze Fasern durch Reibung aus dem Gewebe lösen und miteinander verbinden. Das ist bei Naturfasern möglich und kein Grund, kräftig am Gewebe zu ziehen.

Entfernen Sie Knötchen behutsam mit einem geeigneten Wollkamm oder Fusselrasierer und ohne Druck. Testen Sie das Werkzeug zuerst an einer unauffälligen Stelle.

Licht und Reibung begrenzen

Längere direkte Sonneneinstrahlung kann naturbelassene oder gefärbte Wollfasern aufhellen. Besonders gefaltete Stücke sollten nicht monatelang an derselben sonnigen Stelle liegen.

Wolldecken sind zum Zudecken gedacht. Dauerhafte Reibung als Unterbett, Matratzenschoner oder Sitzbezug kann die Oberfläche verdichten und einen Filzprozess auslösen.

Sauber und mottengeschützt lagern

Lagern Sie Wollprodukte nur vollständig trocken und sauber. Ein Baumwollbezug oder ein anderer atmungsaktiver Schutz hält Staub fern, ohne Feuchtigkeit einzuschließen.

Kontrollieren Sie eingelagerte Stücke regelmäßig. Geeigneter Mottenschutz, ein sauberer Schrank und gelegentliches Lüften helfen, Schäden zu vermeiden.

Für beide Materialien

Vier Grundsätze für eine schonende Pflege.

Bei der Reinigung von  Wolle, unnötige Belastungen vermeiden. Beginnen Sie immer mit der mildesten Methode und beurteilen Sie das Ergebnis erst nach vollständiger Trocknung. So lässt sich entscheiden, ob ein weiterer Schritt überhaupt nötig ist.

Erst genau hinsehen

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen: Ist nur eine kleine Stelle betroffen, behandeln Sie zunächst auch nur diese Stelle. So bleibt der restliche Flor oder das übrige Gewebe trocken und wird nicht unnötig beansprucht.

An unauffälliger Stelle testen

Testen Sie Wasser und Waschmittel, zuerst an einem wenig sichtbaren Bereich. Warten Sie, bis die Stelle trocken ist, und prüfen Sie Farbe, Griff und Struktur. Erst wenn sich nichts nachteilig verändert hat, arbeiten Sie vorsichtig weiter.

Wasser sparsam einsetzen

Mehr Feuchtigkeit bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Verwenden Sie bei einer punktuellen Reinigung nur so viel Wasser wie nötig und vermeiden Sie Reiben, Temperaturunterschiede oder Wringen. Ein sauberes, saugfähiges Tuch hilft, gelösten Schmutz und überschüssige Feuchtigkeit wieder aufzunehmen.

Vollständig trocknen lassen

Nutzen oder verstauen Sie Ihre Fell/ Wollprodukte erst, wenn sie vollständig trocken sind. Restfeuchtigkeit in Flor oder Gewebe kann Gerüche und Materialschäden begünstigen. Ein luftiger, schattiger Platz ist immer besser als direkte Wärme oder pralle Sonne.

Direkter Draht zum Hof

Bei der Pflege noch unsicher?

Gerne beraten wir Sie persönlich bei der passenden der Pflege. Mit unserem jahrzehntelangen Knowhow unterstützen wir Sie, damit die  Freude an unseren Produkten lange hält.